Fokusgruppen

Eine (Fokus-) Gruppendiskussion ist eine von einem geschulten Moderator geführte Diskussion mit mehreren Probanden (z.B. Kunden, Experten oder Mitarbeitern, ca. 8-12 Teilnehmer) über ein vorher definiertes Thema. Hierbei werden Frageleitfäden, Moderationstechniken und diverse Interviewtechniken angewendet wie Paraphrasierung, Projektion, Analogiebildung, lenkende Fragen, offene Fragen etc. Fokusgruppen eignen sich besonders für die explorative Phase von Forschungsprozessen, zur Generierung von Hypothesen, zum Testen von Konzepten oder Projektideen sowie auch zur genaueren Überprüfung der Kundenzufriedenheit.
 

Die qualitative Forschungsmethode der Gruppendiskussion bzw. Fokusgruppe liefert ein hohes Maß an Kundennähe, weshalb die Resultate besonders praxisnah und umsetzungstauglich sind. Die Interviewsituation wird in den Hintergrund gedrängt, sodass Hemmungen und Ängste weitgehend abgebaut werden und die Teilnehmer Meinungen und Ansichten äußern, die sie in einem Einzelgespräch oder einer standardisierten Befragung nicht offenbaren würden. Der Einfluss von Gruppenphänomenen auf die Bildung von Einstellungs- und Verhaltensweisen wird sichtbar. Auf diese Weise können tiefere Kenntnisse sozialer Sachverhalte und auch validere Informationen zu komplexen Themenfeldern erlangt werden.
 

Fokusgruppen liefern durchaus valide Ergebnisse: man geht davon aus, dass bei einer ausreichenden Teilnehmerzahl (min. 40-60 Probanden) alle psycho-sozial relevanten Prinzipien, die den jeweiligen Markt bestimmen bzw. alle verhaltensrelevanten Einflussgrößen ermittelt werden können.

Die gruppendynamischen Prozesse bieten einen intensiven Einblick in Argumentationen der Kunden und die Hintergründe der Entscheidungen einzelner Gruppenmitglieder. Zudem können durch die gegenseitige Anregung der Teilnehmer vielfältige Ideen generiert werden. Die Durchführung von Fokusgruppen ist zudem relativ kostengünstig bei gleichzeitig hochwertigem Output.